1.
Sie sollen sie nicht haben,
Die freie Mutter Erde,
Ob sie wie gier’ge monster
Sich heiser danach schrein.
2.
Sie sollen sie nicht haben,
Die wasser unsrer mutter Erde,
Ob sie wie gier’ge tiere
Sich heiser danach schrein.
3.
Sie sollen sie nicht haben,
Die lüfte unsrer Mutter Erde,
Ob sie wie gier’ge drachen
Sich heiser danach schrein.
4.
Sie sollen sie nicht haben,
Die feuer unsrer Mutter Erde,
Ob sie wie gier’ge teufel
Sich heiser danach schrein.
5.
Sie sollen sie nicht haben,
Die geister unsrer götter,
Ob sie wie gier’ge mörder
Sich heiser danach schrein.
6.
Sie sollen sie nicht haben,
Die sterne unsrer himmel,
Ob sie wie gier’ge ungeheuer
Sich heiser danach schrein.
7.
Solang’ unser blut ruhig wallet,
Sein rotes Kleid noch trägt,
Solang’, ein bruder lebet,
uns seine freundschaft hält.
8.
Sie sollen ihn nicht haben,
Unsern freien großen strom,
Solang’ sich Herzen laben
An seinen ufern wohl;
9.
Solang’ in seinem flusse
Noch fest die Felsen stehn,
So lang’ sich unsre häuser
In seinem Spiegel sehn.
10.
Solang’ die Flosse hebet
Ein Fisch in seinem Grund,
Solang’ ein Lied noch lebet
In seiner Sänger Mund!
11.
Sie sollen sie nicht haben,
Unsre freien erdschen länder,
So lang’ dort kühne Knaben
Um ranke Dirnen frein;
12.
Sie sollen sie nicht haben,
Unsre freien menschen seelen,
Bis wir sind wohl begraben
im schoße unsrer mutter erde!
